Besuch der Singenden Herzen

Begegnungen, die Völker verbinden

Katholische Landvolkbewegung Bamberg organisierte Reise eines ukrainischen Kinderchores nach Oberfranken

Bamberg. Die Ukraine – ein Land, das derzeit in den Medien überwiegend für Krieg, Not und Flucht steht. Ein ganz anderes, fröhliches Bild dieser Nation vermittelte der Kinderchor „Singende Herzen“ aus Mukatchewo Ende Juli bei seinem Besuch in Oberfranken. Die Katholische Landvolkbewegung (KLB) der Erzdiözese Bamberg hatte die Reise der 39 Gäste aus Transkarpatien organisiert und für einen abwechslungsreichen Aufenthalt gesorgt.

Zum offiziellen Programm gehörten zahlreiche Konzerte und Auftritte, wie beispielsweise beim Offenen Seniorenfrühstück im Globus Forchheim oder im Erlebnispark Schloss Thurn in Heroldsbach. Dass die Kinder nicht zwingend eine große Bühne für ihre Auftritte brauchen, bewiesen sie bei ihren Gesangseinlagen an der Mariensäule in der Ortsmitte von Effeltrich und zwischen den Blumenbeeten auf der Landesgartenschau in Bayreuth. Darüber hinaus genossen die Kinder ein interessantes Freizeitprogramm mit Schwimmbadbesuch und Minigolfspielen. Überall wurden sie herzlich und freundlich willkommen geheißen.

Die Beziehungen der KLB Bamberg zur Ukraine reichen bis in das Jahr 1999 zurück, als versucht wurde, Verbindungen und Kontakte zur Region Transkarpatien im Südwesten der Ukraine aufzubauen. Der Ursprung dieser Kontaktaufnahme findet sich jedoch bereits im frühen 18. Jahrhundert, als Fürstbischof Friedrich Carl von Schönborn, Bischof von Bamberg und Würzburg, im Jahr 1731 erste oberfränkische Handwerker- und Bauernfamilien, die sogenannten Schönborn-Franken, aus dem Hochstift Bamberg in das heutige Transkarpatien brachte, um das von Kriegen verwüstete Land des Fürstbischofs wieder aufzubauen.

Heute noch pflegen die Nachkommen der Schönborn-Franken die deutsche Sprache und Traditionen; seit 2001 unterhält der Bezirk Oberfranken eine Partnerschaft mit dem Gebietsrand von Transkarpatien, die von der KLB Bamberg mit initiiert wurde.